Für den niederbayerischen Kader ging es vom 04. bis 05. Juli auf den gemeinsamen Kaderlehrgang mit dem BSKV Oberbayern. Dabei fuhren 9 Betreuer*innen zusammen mit 14 Jugendlichen aus Niederbayern und 9 Jugendlichen aus Oberbayern zunächst nach Bad Tölz.
In der Jugendherberge angekommen lernte man sich in der ersten Einheit zunächst gegenseitig kennen. Zunächst spielten die Betreuer*innen und Jugendlichen eine Runde „ZipZap“. Dabei sitzen alle Teilnehmer*innen in einem Kreis. Ein Freiwilliger steht in der Mitte. Dieser geht von einer Person im Stuhlkreis ein Kommando. Bei „Zip“ muss die Person im Kreis den Namen des linken Nachbarn sagen und bei „Zap“ den des rechten. Wird der falsche Name genannt muss der Betroffene in die Mitte. Selbstverständlich kam schnell Bewegung in die Gruppe, doch auch die Namen saßen nach kürzester Zeit. Neben den Namen war selbstverständlich auch wichtig, etwas übereinander zu erfahren. Zunächst mussten sich beim „Atomspiel“ alle in Kleingruppen zusammenfinden und Gemeinsamkeiten finden. Anschließend gab es eine wilde „Schneeballschlacht“. Die „Schneebälle“ mit drei Eigenschaften über einen selbst mussten dann im Anschluss dem Schreiber zurückgebracht werden.

Nachdem sich alle besser kannten, ging es im Anschluss gleich auf den Blomberg. Gemeinsam bewältigten alle die 3,3 km auf 500 hm. Ziel war der Kletterwald, wo man in den unterschiedlichsten Parcours in schwindeliger Höhe das Berg-Panorama genießen konnte. Dabei musste der ein oder andere über seine Grenzen gehen und seine Ängste überwinden.





Mit einer der längsten Sommerrodelbahnen Europas ging es dann wieder Bergabwärts ins Tal.



Am Abend standen dann noch Teambuilding auf dem Programm. Anschließend ließ man bei einigen Runden „Werwölfe vom Düsterwald“ den Abend ausklingen.


Am Sonntag startete man bereits mit Frühsport in den Tag. Nach dem Frühstück ging es dann nach Seeshaupt auf die Kegelbahn zum Bezirksvergleich.
Bezirksvergleich Oberbayern – Niederbayern

Wie jedes Jahr stand im Mittelpunkt des Kaderlehrgangs der Bezirksvergleich mit dem BSKV Oberbayern. Hierbei wird ein Turniermodus gespielt, angelehnt an die Bayerische Meisterschaft der Bezirkskadermannschaften. Pro Bahn gibt es 2 Satzpunkt (SP) für den Sieger und 1 SP für den Verlierer. Bei Unentschieden bekommt jeder Spieler 1,5 SP. Am Ende entscheiden die SP über das Ergebnis. Da U14-Spieler und U19-Spieler gemischt spielten gab es einen Bonus von 9 Kegel (Einzel), 4,5 Kegel (Tandem) und 6 Kegel (Sprint) pro Wurfserie für die U14-Spieler.
Einzel 120 Wurf kombiniert:
Zunächst ging Benedikt Sellmer (SKK Oberlauterbach) auf die Bahn. Der U14-Spieler hatte Anfangs noch einige Startschwierigkeiten, konnte im Räumen aber glänzen. Dennoch hatte er gegen seinen Gegner das Nachsehen. Auf der zweiten Bahn konnte er aber das Duell für sich entscheiden. Abgelöst wurde er nach 60 Wurf von Jakob Ossner (Moosburger Keglerverein). Leider reichte es am Ende für ihn nicht die Bahnen für sich zu entscheiden. Das Duell endete mit 7:5 SP für Oberbayern (460:422 Holz). Daneben konnte Sophia Hoffmann (SKC Landau) glänzen. Nur die Punkte der letzten Bahn gingen an ihren Gegner. Sie holte dadurch 5:7 SP bei einem Ergebnis von 478:500 Holz.



Tandem 120 Wurf kombiniert:
Im Tandem setzte der Niederbayerische Kader auf die gute Mischung. Daher wurde immer ein erfahrener Spieler mit einem jüngeren kombiniert. Der Plan ging auf. Das Duo aus Benedikt Meier (SKK Oberlauterbach) und Johann Wachtmeister (KV Deggendorf) spielte sehr gute 510 Kegel (Oberbayern: 373 Holz) und holte damit 4:8 Punkte. Das Tandem Thomas Neumeier (TSV Altfraunhofen) und Christin Kaiser (SKC Eggenfelden) sicherten sich ebenfalls 4:8 SP bei 376:500 Holz.






Sprint 80 Wurf kombiniert:
Als letztes ging Timo Braumandl (SKV Bruder Straubinger) und Carlotta Erlbeck (Moosburger Keglerverein) im Sprint auf die Bahn. Beide beendeten das Duell im sportlichen Unentschieden mit 6:6 SP. Braumandl spielte dabei 326:346 Kegel und Erlbeck 292:277 Holz.




Am Ende gewann auch wie in der Vorjahren Niederbayern den Bezirksvergleich mit 32:40 Kegeln. Ein besonders emotionaler Moment für unsere Bezirksjugendsprecherin Sonja Gahr die das ganze für Niederbayern geplant und organisiert hat war dann die Siegerehrung. Zuerst bedankte sie sich bei Oberbayern für die letzen 3 Jahren. Im Anschluss lobte sie ihre Kaderspieler für die gezeigten Leistungen und das Vertrauen in den letzten Jahren. Da sie bald aufgrund ihres „hohen“ Alters mit 25 nicht mehr das Amt des Jugensprechers ausüben darf, war auch etwas Wehmut in ihrer Ansprache. Mit den Worten „Weil du alle Jahre dabei warst und nie eine Medaille bekommen hast, sollst du dieses Jahr unsere Medaille als Erinnerung bekommen!“ überreichten ihr die Kaderspieler eine der Siegesmedaillen. Eine kleine Geste, die zeigt, wie viel Wertschätzung und Dankbarkeit einem die Jugendlichen entgegenbringen, wenn man gute Jugendarbeit betreibt. Die Wirkung war enorm, denn die Augen der Jugendsprecherin blieben nicht trocken.



BSKV-World-Cup 2026
Wie immer konnte man den niederbayerischen Kader auch nach dem Turnier nicht von der Bahn bekommen. Daher hat sich Sonja noch ein Abschlussturnier der besonderen Art überlegt. Eine Fußball-WM auf der Kegelbahn im Schwarzlicht.
Zunächst mussten sich die gemischten Teams „Aufwärmen“. Dafür standen Kegel 4, 5 und 6. Nacheinander spielte jedes Teammitglied 3 Wurf auf das Bild. Für jeden Fehler muss der Spieler eine Strafrunde laufen (Kegelbahn vor und zurück). Gewertet wurden die getroffenen Kegel. Zusätzlich gab es Bonuspunkte für die wenigsten Fehler und das schnellste Team. Das beste Team bekam dafür 30, das zweitbeste 20 und das drittbeste Team 10 Punkte. Nach dem Aufwärmen folgte das Spiel, wobei auch der ein andere „Freistoß“ verwandelt werden musste. Dabei spielte jedes Teammitglied 1 Wurf in die Vollen. Im Vorfeld muss angesagt werden, wie viele Kegel getroffen werden. Stimmt die Vorhersage mit dem Ergebnis überein gab es zu den geworfenen Kegeln 5 Bonuspunkte dazu. Selbstverständlich darf bei einem spannenden Spiel auch die „Verlängerung“ nicht fehlen. In der ersten Hälfte der Verlängerung befanden sich allerdings alle Teammitglieder die eine ungerade Anzahl gekegelt haben im „Abseits“, weshalb nur die geraden Zahlen gewertet wurden. In der zweiten Hälfte der Verlängerung zählten dann nur die ungeraden Zahlen. Und wie sollte es anders sein endete das Turnier mit dem „Elfmeterschießen“. Dabei kegelten die Teammitglieder nacheinander 5 Wurf. Dabei standen nur die Kegel 2 und 3. Gewertet wurden alle Wurf, die zwischen den beiden Kegeln durchgingen. Pro „Tor“ gab es 10 Bonuspunkte.
Abschließend wurde der BSKV-World-Cup 2026 (gestaltet und gesponsert von Ramona Resch) verliehen. Ein gelungener Abschluss für den gemeinsamen Kaderlehrgang.




Tradition zum Abschluss war natürlich eine Runde Eis. So endete der Lehrgang mit einem Lächeln im Gesicht aller Teilnehmer. Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten, sei es Kaderspielern, Betreuern, Bahndienst oder Funktionären. Von allen Seiten war die Begeisterung zu spüren und zu hören. Ein gelungener Lehrgang zum Auftakt in die neue Saison.






